Entwicklung Wohnquartier An den Eichen in Garbsen - Konzeptvergabe
Nichtoffener Wettbewerb
BGF 8.900 m²
mit nsp landschaftsarchitekten stadtplaner PartGmbB
STÄDTEBAU
Das Baufeld 5 zeichnet sich durch zwei Besonderheiten aus. Zum einen eröffnet es das neu entstehenden Wohnquartier und vor allem das U-förmige Gebäude wird dem Quartier als Auftaktgebäude dienen, denn die Haupterschließungsrichtung wird vermutlich von Süden aus erfolgen. Zum anderen galt es eine gezielte Rücksichtnahme auf die bestehende Einfamilienhaus Struktur zu nehmen.
Aus diesen Gegebenheiten heraus wurde bewusst für den südlichen Gebäudeteil des U-förmigen Gebäudes eine 3-Geschossigkeit wie bei den Punkthäusern gewählt, um somit eine langsam ansteigende Gebäudehöhe im Gebiet zu erzeugen, um der niedrigeren Bestandsstruktur entgegenzukommen. Die intensiv begrünte Dachfläche auf dem südlichen Gebäudeteil soll mit einem höherem Substrataufbau und einem hohen Bewuchs symbolhaft für das neu entstehende grüne Wohnquartier sein.
Die unterschiedlich hohen Gebäudeteile des U-förmigen Gebäudes eignen sich besonders gut, um jeder Dachfläche ein eigenes Thema zuzusprechen. Auf dem 5-geschossigen Gebäudeteil an der „Wreschener Allee“ gelegen, welcher mit Gründach und Solarpaneelen in Kombination gestaltet werden kann, können diese zu jeder Zeit unverschattet Energie erzeugen. Auf dem nördlichen Gebäudeteil, welcher etwas zurückgetreten und geschützt liegt, wird eine gemeinschaftlich genutzte Dachterrasse vorgeschlagen.
Insgesamt soll auf dem Baufeld ein städtebaulich spannungsvolles Gebäudeensemble entstehen, welches besonders rücksichtsvoll mit der angrenzenden Bestandsstruktur interagiert.
1. Preis Realisierungswettbewerb
STÄDTEBAU
Im Spannungsfeld heterogener Bebauungsstrukturen bildet der U-förmige Wohnungsbau zusammen mit seinem südlichen Gegenstück eine ruhige Raumkante zur Lathusenstraße und beherbergte einen introvertierten, nach Osten geöffneten Innenhof.
ARCHITEKTUR
Der dreigeschossige steinerne Massivbau wird in seinem äußeren Erscheinungsbild monolithisch behandelt was durch scharfkantige Übergänge zwischen Wand-und Dachflächen mit verdeckten Rinnen und eine monochrome Behandlung des Mauerwerks verstärkend zum Ausdruck gebracht wird. Eine klar strukturierte, aber dennoch spannungsreich gegliederte Lochfassade entwickelt mit nur einem Fensterformat ein den Gebäudelängen entsprechend angemessen proportioniertes lebendiges Äußeres.
Massiv ausgebildete, raumhohe, teils geschossübergreifende Gauben mit zurückgesetzten Loggien unterstreichen den Rhythmus in der Fassade und generieren eine interessante Dachlandschaft. Die Eingangsbereiche zu den Wohnungen der Obergeschosse interpretieren das Thema der zweigeschossigen schlanken Öffnungen mit der Gauben und sind deutlich als Eingänge in der Fassade ablesbar. Ein Einrücken der Eingangstür unterstreicht diese Gestaltung und bietet Schutz vor Regen und Schnee.
Ein vertikaler eingefärbter Sichtbetonstreifen neben dem Eingang, markiert den jeweiligen Eingang und beherbergt, um die Ecke gezogen, Klingelschilder und Briefkästen und Hausnummern.
2. Preis Realisierungswettbewerb
STÄDTEBAU
Die verschiedenen Nutzungen in Erdgeschoss und Obergeschossen zeichnen sich in unterschiedlich proportionierten Geschosshöhen als eine Art Schichtung in der äußeren Gestaltung deutlich ab, werden aber über das übergeordnete großmaßstäbliche Raster zusammengebunden. Dabei bildet das skelettartige Netz mit regelmäßigen großen Öffnungen aus rötlichem Ziegel den Rahmen für unterschiedliche Füllungen: Fenster mit Ausfachungen, Eingänge, Loggien.
ARCHITEKTUR
Die Fassadengestaltung beider Bauteile wird in gleichem Duktus entwickelt, sodass eine Verwandtschaft spürbar bleibt, eine Eigenständigkeit der Gebäude aber durch leichte Variation in der Detailierung, wie der Ausbildung der Ausfachungen in Ziegel Baukörper B1 und champagnerfarbenen Eloxal, analog zu den benachbarten Profilen der Holz-Aluverbundfenster in Baukörper B2, herausgearbeitet wird. Die äußere Fassadengestaltung zieht sich bei Bauteil B1 in den Innenhof hinein, bei Bauteil B2 ist das innere Fassadenfragment in Putz mit eingefärbter Oberfläche und Besenstrich vorgesehen. Winkelförmige Fertigteile aus mit Ziegelmehl eingefärbtem Sichtbeton bilden die Balkonplatten, so dass Einblicke der Bewohner untereinander weitestgehend eingeschränkt werden.
1. Preis Nichtoffener Realisierungswettbewerb
STÄDTEBAU
Grundlage für die architektonische Entwicklung des neuen Stadtbausteins an der Podbielskistraße ist das im vorausgegangenen städtebaulichen Wettbewerb prämierte und im Funktionsplan weiterentwickelte und vorgegebene Baukörperkonzept eines markanten Kopfbaus, der stadträumlich als Auftakt für die anschließenden Wohnbaustrukturen fungiert.
Wohnen, Handel und Gewerbe Willi-Blume-Allee Hannover
Anerkennung im konkurrierenden Entwurfsverfahren
mit nsp landschaftsarchitekten stadtplaner PartGmbB
STÄDTEBAU
Im Spannungsfeld heterogener Bebauungsformen aus den letzten Jahrzehnten entsteht mit dem Neubau des Wohn- und Geschäftshaues ein markantes Quartierszentrum für das Neubaugebiet „Steinbruchsfeld“ in Misburg.
Dabei bestimmen der Umgebung entlehnte Motive das gestalterische Grundgerüst der Konzeption für die neue Bebauung. Mit Besetzung der Grundstückskanten wird der Straßenraum beruhigt, der städtebaulichen Körnung, der für das Gebiet typischen Einzel- und Reihenhäuser, mit einer einfachen aber differenzierten Gebäudemodellierung entsprochen. So entwickelt sich ein Gebäudehybrid, welcher die Kraft besitzt, das vorgefundene vielschichtige Umfeld zu einen. Die präzise Setzung der Baukörper bildet zwei unterschiedliche Platzräume aus, welche den jeweiligen Anforderungen eine entsprechende Basis bietet. Der Quartiersplatz wird von Gewerbenutzungen flankiert und öffnet sich selbstbewusst zum Stadtteil. Der eher introvertierte Wohnhof verspricht attraktive Rückzugsbereiche für die Bewohner des Neubaus, ermöglicht aber Passagen durch das Wohngebiet und die Vernetzung mit den Grün- und Erholungsräumen der Umgebung.
FUNKTION
Handel- und Gewerbeeinheiten flankieren den Quartiersplatz und gewährleisten durch flexibel unterteilbare Nutzungseinheiten eine Belebung des öffentlichen Raumes. Die Kita wird mit Adresse am Platz in bevorzugter Lage im obersten Geschoss des „Punkthauses“ situiert. Dachterrassen als Spielangebot im Freien, sowie das Angebot eines gesicherten, außenliegenden Klettergartens (optional Außenbereiche für die Büroeinheiten) unterstreichen die besondere Funktion und Bedeutung der Kita für das gesamte Quartier.
Ein breit gefächertes Wohnungsangebot bietet überwiegend zwei-, teilweise dreiseitig orientierte „durchgesteckte“ Wohnungen und bedient unterschiedliche Kundenwünsche an moderne Wohnformen. Zeitgemäße, funktional geschnittene Einheiten mit größtenteils offenen Wohnbereichen werden im vorgeschlagenen Grundrisskonzept bevorzugt angeboten, Unterteilungen in Einzelräume sind aber ebenso möglich. Wohnräume und Balkone sind nach Süden orientiert.
ERSCHLIESSUNG
Die Positionierung der Zugänge dient der Belebung des Straßenraum und in gleichem Maße der Schaffung eines introvertierten, geschützten Gartenhofes für die Bewohner des Quartiers. Der Quartiersplatz steht durch Situierung der Stellplätze am westlichen Rand des Grundstücks für eine nicht motorisierte und vielfältig nutzbare Platzfläche zur Verfügung, von welchem auch die Gewerbeeinheiten erschlossen werden. Die Tiefgarage wird über den Hans-Werner-Lampe- Weg erreicht.
GESTALTUNG
Der Neubau präsentiert sich in Form dreier kompakter Baukörper mit einem wertigen äußeren Erscheinungsbild aus dunklem Ziegel, im Farbton der Steine bündig verfugt. Die vor die Fassade gestellten, die Gebäudehülle nicht durchdringenden Balkone gliedern als leichte Konstruktion aus champagnerfarbenen Stahlprofilen, die steinernen Fassaden. Lamellenstrukturen an den seitlichen Brüstungen bieten Sichtschutz zu den nachbarschaftlichen Außenbereichen. Durch die Fügung der steinernen, in leicht unterschiedlichen Ziegeltönen gemauerten Häuser mit den vorgestellten Balkonelementen, entsteht ein abwechslungsreiches Bild von einzelnen Stadthäusern mit eigener Identität, die ein maßstäbliches Einfügen der Bebauung zum öffentlichen Raum sicherstellen.
Die Dachflächen werden als Gründächer mit Solarthermie vorgeschlagen, optional können diese als zusätzliche Terrassen angeboten werden. Die hochgedämmten, 3-fach verglasten Fenster, als champagnerfarbene Holz-Alu Verbundkonstruktion, liegen vertieft, die Fassaden rhythmisierend, in leicht zurückgesetzten Nischen und bestehen aus drei Formaten. Großzügige Fenster als Festverglasungen mit Drehflügeln befinden sich im Bereich der nach Süden, Südwesten und Südosten orientierten Wohnräume, in den Schlafräumen und Bädern kommen Schwingfenster mit feststehendem unterem gläsernen Element auf einer niedrigen massiven Brüstung zur Anwendung. Hier werden zum einen herkömmliche Heizkörper beherbergt, sowie attraktive Sitzbänke mit Holz ausgekleideter Laibungen angeboten. Die Wohnungen und Gewerbeeinheiten sowie die Treppenhäuser im Dachgeschoss können optional mit gedämmten Oberlichtern versehen werden. Die Treppenräume und Stufen erhalten robuste kunststoffvergütetet Beschichtungen, in den Wohnungen werden Massivholzparkett und hochwertige Fliesen konzipiert.
Wohnungsbau Parkvillen Hall in Tirol
1. Preis Einladungswettbewerb
mit nsp landschaftsarchitekten stadtplaner PartGmbB
STÄDTEBAU
In Anlehnung an die bestehende städtebauliche Körnung der Umgebung, entstehen drei eigenständige Parkvillen, welche durch eine leichte Verdrehung der Gebäude das, der Haller Altstadt entlehnte Thema der Enge und Weite neu interpretieren und Ausblicke in die atemberaubende Umgebung sowie zur signifikanten Silhouette der Altstadt freispielen.
Das Herausschwenken der Gebäudefronten ermöglicht darüber hinaus die Ausbildung einer zentralen Platzfläche als halböffentlichen Eingangshof. Eine subtile, aus dem Ort entwickelte Differenzierung gliedert das Volumen der Baukörper durch Vor- und Rücksprünge, dabei greifen Hochpunkte in die Lücken zwischen den Nachbargebäuden, Dachgeschosse springen zurück, so dass eine harmonische Einbindung in die Umgebung gewährleistet werden kann. Großformatige Öffnungen strukturieren die Fassaden und lassen - Schaufenstern gleich - das einzigartige Bergpanorama weit in das Innere jeder Wohnung einwirken.
Realisierungswettbewerb
STÄDTEBAU
Das neue Quartier an der Kendlerstraße stellt sich der Herausforderung eine zweitgemäße Typologie als Bindeglied zwischen den heterogenen Bebauungsstrukturen zu finden. Eine wirtschaftlich kompakte Gebäudetypologie überlagert sich mit einer sensiblen Gliederung, welche durch das Setzten von Vor-und Rücksprüngen subtil auf den Typus des Einfamilienhauses Bezug nimmt. Dem gestalterischen Duktus der Anlage folgend, setzen die Eigentumseinheiten städtebauliche Akzente, bleiben aber dennoch Teil des Ganzen. Durch die auf die Umgebung reagierende Positionierung der Baukörper, entsteht ein Raumgefüge von Gebäude und attraktiven Freiräumen die sowohl innerhalb als auch von außen betrachtet eine angemessene Durchlässigkeit bieten.
Einladungswettbewerb
STÄDTEBAU
Das neue Gebäude welches an dieser für Hannover städtebaulich bedeutsamen Stelle einerseits die östliche Fassung des Marstallplatzes gewährleistet, darüber hinaus als Bindeglied zur Innenstadt, Altstadt und zum Steintor fungiert, wird als steinerner Solitär entwickelt, der durch skulpturale Bearbeitung sensibel mit der baulichen Umgebung verknüpft wird.
Sichtbezüge: Der aus den wichtigen Straßenachsen der Innenstadt, Altstadt und Steintor wichtige, sichtbare Gebäudeeckpunkt erhält eine besondere Betonung
Einschnitte EG: Die im Erdgeschoss vorgenommenen Einschnitte lenken in das Gebäude hinein und unterstützen die Adressbildung.
Städtebauliche Fluchten: Einschnitte in den Obergeschossen Nord und Süd reagieren auf die vorhandenen städtebaulichen Fluchten Steintor und Altstadt
Kopfausbildung: Durch skulpturale Ausbildung der Nord- und Südfassaden wird zum Marstallplatz und zur Innenstadt ein den Stadtraum fassender Gebäudekopf ausgebildet.
Es entsteht somit ein eigenständiger, kräftiger Solitärbau, der mit seiner aus den Bedingungen der Umgebungsstruktur entwickelten Figur einen Stadtbaustein darstellt, der keine „Rückseiten“ ausbildet und differenziert auf die unterschiedlichen Stadträume reagiert.
-genius-loci
ERSCHLIESSUNG STADTRAUM
Die gastronomischen Nutzungen im Erdgeschoss öffnen sich mit großzügigen Verglasungen zum Marstallplatz sowie dem der Innenstadt zugewandten Platzsituation mit möglicher Erweiterung als Außengastronomie.
Der Hauptzugang für Wohnungen und Bürogeschosse erfolgt von der Südseite mit direkter Sichtverbindung aus der Innenstadt. Ein weiterer Zugang für die Bürogeschosse wird auf der Gebäudenordseite angeboten.
Die Erschließung der Tiefgarage ist durch ein Tor verschließbar auf der Nordseite des Gebäudes situiert, mit geringstmöglichem Verlust von wertvoller Fassadenfläche. Die Außenraumqualität des neuen Marstallplatzes wird somit ohne Beeinträchtigung gewährleistet.
Städtebauliches Konzept für ein neues Wohnquartier in Hannover-Anderten
mit Landschaftsplanung lad+ landschaftsarchitektur diekmann
KONZEPT
Neubau von 22 großzügigen Wohneinheiten, die sich durch einen Mix aus Einzel- und Doppelhäusern in individueller Anordnung auszeichnen. Jede Wohneinheit wird durch einen überdachten Stellplatz sowie private Freiräume ergänzt.
Sanierung und Umnutzung Gebäude Theodor-Lessing-Platz 1 in Hannover
Anerkennung im Einladungswettbewerb
mit Die Planergruppe Landschaftsarchitektur
KONZEPT
Das Gebäude der ehemaligen Volkshochschule Hannover hat aufgrund seiner besonderen städtebaulichen Lage und seiner Bedeutung als ehemaliges Haus für öffentliches Lernen eine übergeordnete Stellung in der Stadt Hannover.
Die Konzeption für die neue Fassadengestaltung wird aus dem genius loci und der Historie des Gebäudes entwickelt. Obwohl insgesamt als steinern-, festes Gebäudeensemble entwickelt, gelingt durch die Fassadenfügung aus massiven Ziegelpfeilern und durchgefärbten Sichtbetonrähmen eine qualitätvolle Außenwirkung in den öffentlichen Raum. Die Struktur der Fassade spiegelt die unterschiedlichen Gebäudefunktionen wieder; so öffnet sich das denkmalgeschützte Foyer mit der Galerie als Gastronomie oder Showroom großzügig der neuen Platzfläche mit hoher Aufenthaltsqualität und unterstützt somit die Vernetzung der Altstadt mit dem Trammplatz und dem Neuen Rathaus.
Der Theodor-Lessing-Platz wirkt in das Foyer hinein verlängert, das Hineinlaufen der historischen, jetzt freigestellten Stadtmauer in das Gebäude, der Cord- Borgentrick-Turm und das historische Betonglasfenster werden so auf besondere Weise neu inszeniert. Die Adressen zu den Wohnungen und Büros Abschnitt B sind an markanter Stelle direkt an der freigestellten Stadtmauer situiert, das Bürohaus am Friedrichswall wird über die neu gestaltete Adresse direkt über das bestehende Treppenhaus erschlossen. Sämtliche Erschließungen in das Gebäude und auch gebäudeintern sind barrierefrei konzipiert. Das gesamte Gebäudeensemble mit dem bestehenden Kubus wirkt durch das gewählte Farb-/ Material-/ und Strukturkonzept (s.a. Fassadenschnitt und Materialmuster) als gestalterisch stimmige Einheit.
Wohnbebauung an der Paris-Lodron-Straße in Salzburg
1. Preis Realisierungswettbewerb
mit lad+ landschaftsarchitektur diekmann
STÄDTEBAU
Das Konzept für die Bebauung an der Paris-Lodron-Straße sieht eine behutsame Schließung des Blockrandes oberhalb der denkmalgeschützten Stadtmauer vor. Durch Konzentration der Bebauung an der Paris-Lodron-Straße mit Aufnahme der städtebaulichen Fluchten, mit gleichzeitiger Wahrung der Durchlässigkeit wird die städtebauliche Struktur aus den Bedingungen des Ortes entwickelt. Die am Ort vorgefundene Struktur raumhaltiger Mauern wird zum Leitmotiv des Entwurfs. Eine rhythmische Abfolge von fünf Baukörpern mit unterschiedlich breiten Zwischenräumen ermöglicht einerseits die Erhaltung der Durchlässigkeit und andererseits ein spannungsvolles Raumgefüge innerhalb des Parks.
Blickachsen von angrenzenden Hofgebäuden bleiben in Richtung Paris-Lodron-Straße frei. Die besondere innere Struktur der neuen Bebauung ist an der Straßenseite erlebbar. Rücksprünge und Abstände der Gebäude zur historischen Stadtmauer sowie zur Mauer des Lorettoklosters bilden einen halböffentlichen Umgang, welcher Mauern und Lorettogrotte freistellen und für die BesucherInnen erlebbar macht. Die oberen Geschosse kragen zur Straße hin exakt bis zur Vorderkante der historischen Stadtmauer aus und bilden mit der Mauer zusammen einen klaren städtebaulichen Abschluss. Die spannungsreiche, leichte Höhendifferenzierung der Baukörper nimmt Bezug auf die umgebenden Trauf- und Firsthöhen und ermöglicht eine in Maßstab und Proportion angemessene Einfügung der neuen Bebauung in die Umgebung. Die Dichte der Bebauung nimmt durch Reduzierung von Gebäudehöhen und Breiten zum Park hin ab. Die Verschränkung der Gebäude mit dem Grünraum schafft eine Auflockerung auf der Parkseite.
1. Preis Realisierungswettbewerb
NF 7200 m² (Oberirdisch)
mit WES LandschaftsArchitektur
STÄDTEBAU
Salzburg, eine aus steinernen Kuben komponierte Stadt. Aneinandergebaut, in variierenden Größen und Formen. Häuser mit typischen Gesichtern. Ausgewogen in Individualität und Vielfalt – gestalterische Einheit. Enge Gassen und weite Plätze in lebhaftem Wechsel. Darüber die Kulisse der Berge und der Festung – einzigartig. Das ist das Bild, das der neuen Bebauung am Rehrlplatz als Leitmotiv dient. Reich untergliedert nimmt der Neubau den Maßstab der Arenbergstraße auf. Von kräftiger Gestalt vermittelt er mit den Großdimensionen des Krankenhauses. Er hält die Verbindung Imbergplatz / Grünraum offen – Filter. Sein Gebäudekopf, ein maßstäblicher Übersprung zu den KaiVillen.
Auch die anschließenden Bauten an der Imbergstraße nehmen ihren Maßstab auf. Die Imbergstraße als harmonischer Raum - Straßenbild. Ausblicke auf die Altstadt, wirkungsvoll inszeniert – Passepartouts. Der Imbergplatz wird als Shared-Space-Fläche vorgeschlagen – großzügig, fußgängerfreundlich. Baumreihen vermitteln zwischen Wohnbebauung und Krankenhaus. Einheitlicher, durchgehender Belag aus hellen Natur- oder Betonsteinplatten. Verbindung mit dem Grünraum in der Mitte Die neue Stiege zur Arenbergstraße, bewusst ein Motiv des historischen Salzburg. Leichte, durchsichtige Brüstung an der Garagenrampe – Zurückhaltend. Kleinkronige Bäume in den Höfen, Mastleuchten, Bänke – Aufenthaltsqualität.
GEBÄUDE
Nutzungsgerechte Lage der Bereiche im Gebäude. Die Adresse – Die charakteristische Gebäudeskulptur bildet sie als Ganzes, die an einladenden Höfen liegenden Wohnungseingänge im Einzelnen. Die Wohnungen - sind variabel unterteilbar, haben unterschiedliche Größen, verschiedene Formen, passen sich dem Bedarf an.
Der Showroom – Fenster zur Stadt, schon von der Brücke aus sichtbar – Markenzeichen, eine Attraktion, zugleich akustischer Puffer. Läden - am belebten Imbergplatz, im Lauf Arenbergstraße. Boardinghouse - am ruhigen Grünraum mit individuellen Eingängen – Motiv Motel. Adresse und Empfang aber am Imbergplatz. Apotheke, Praxen – am Nordende, ziehen den Lauf bis ans Ende des Imbergplatzes. Sie füllen die ungünstiger am Hang gelegenen Geschosse, die Wohnungen liegen darüber und schauen über die vor ihnen liegenden hinweg, bzw. zwischen ihnen hindurch.
Die Praxisflächen sind frei aufteilbar und immer über zusammenhängenden Verkaufsflächen angeordnet – Leitungsführung variabel. Tiefgarage – Direkter Anschluss an die Stiegenhäuser zu den Wohnungen. Horizontale Verteilung von Leitungen und Kanälen. Hauskeller – direkt an den Stiegenhäusern mit Anschluss an die Parkplätze, bequem. Die Wohnungen fangen mit ihren großen Fenstern die einzigartigen Bilder Umgebung ein. Große Terrassen und Dachgärten lassen die Bewohner die großartige Stadtlandschaft unter freiem Himmel unmittelbar erleben.
KONSTRUKTION
Die Haltung, dem städtebaulichen Leitmotiv entsprechend. Massiv, als St.- Betonkonstruktion, wie aus dem Block geschnitten. Mit großen Fenstern, nach heutigem Lebensgefühl. Anmutung, einzelne Häuser in einem großen Kontext. Sichtbetonbauweise mit Kerndämmung, hell – Zusatz Weißzement.
Al.- Holzfenster mit zusätzlicher thermischer Trennung – Dreifachisolierglas. Fensterprofile durch Scheiben überdeckt, außen nur Fugen, keine Profile.
Städtebaulicher Ideenwettbewerb "Mars-la-Tour-Straße" Hannover
Nichtoffener Wettbewerb
STÄDTEBAU
Der Wettbewerbsentwurf Scholer/Bonatz für die Stadthalle aus dem Jahr 1910 wies einen mit Gebäuden streng gefassten, symmetrisch angelegten Platz vor dem Kuppelbau aus, die dessen Bedeutung für uns Heutige unangemessen gesteigert hätte. Geblieben ist ein symmetrischer, auf die Achse des Kuppelbaus ausgerichteter, nunmehr von Baumrändern begrenzter Platz, hinter denen sich im Osten Grünanlagen für den Sport und im Westen Parkplätze verbergen.
War der Wettbewerbsentwurf aus heutiger Sicht überzogen, so wirkt die Situation jetzt zwar sympathischer, aber zu schwach, um die Stadthalle mit dem Stadtkörper zu verbinden. Der Entwurf verfolgt demnach zwei Ziele: Erstens die vorgefundene, von parkähnlichen Strukturen bestimmte Situation nicht zu konterkarieren, sondern lediglich umzudeuten. Deshalb eine flächig angelegte, schollenartig terrassierte, einschließlich der Dächer vollständig intensiv begrünte Bebauung, die als quasisymmetrisches Pedant zur Parklandschaft auf der Ostseite des Theodor – Heuss – Platzes zu verstehen ist. Zweitens die Stadt an ihre Stadthalle heranzuführen.
Dazu dienen die locker eingefügten. Geschoßbauten, die Beziehung zu den frei stehenden Stadtvillen des Zooviertels aufnehmen und so den Anschluss an die Stadt herstellen. Gestützt wird diese Absicht durch die Bildung zwar niedriger, aber ausgeprägter Raumkanten entlang der Straßen. Im Sinne des Zieles einer parkähnlichen Struktur erhalten die Einblicke in Wohnwege und in kleine Nachbarschaftsplätze den Eindruck eines überwiegend von Grün bestimmten Gebietes aber aufrecht.