Erweiterungsbau Rathaus Springe
1. Preis Nichtoffener Realisierungswettbewerb
mit nsp landschaftsarchitekten stadtplaner PartGmbB
KONZEPT
Die neuen Gebäude für Rathauserweiterung und Bürgersaal werden als bauliche Ergänzung des bestehenden Ensembles als steinerne Baukörper mit geneigtem Dach entwickelt. Durch die Weiterführung von Maßstab, Proportion und Trauflinien sowie die Interpretation aus dem Bestand entlehnter Details, wie die Rahmung der Öffnungen mit Faschen, gelingt die sensible Einfügung der neuen Stadtbausteine den historischen Kontext. Auf eine Unterkellerung wird in sämtlichen Bereich aufgrund der archäologisch bedeutsamen Bodendenkmale konsequent verzichtet.
ERWEITERUNG
Das neue Gebäude für die Rathauserweiterung für Springe zeigt sich mit einer klaren Fassadenstruktur und großzügigen Öffnung zum Platz. Durch die Verwendung eines hellgrauen, geschlämmten, kohlegebrannten Wasserstrichziegels als durchgängig verwendetes Fassadenmaterial, das im geleichen Farbspiel auch für die Dachschindeln vorgeschlagen wird, entsteht ein ruhiges aber prägnantes Gebäude mit hohem Wiedererkennungswert. Im Erdgeschoss öffnen sich die hochöffentlichen Funktionen wie Bürgerbüro und Marketing mit dem Hauptzugang zum Platz. Die Verknüpfung des Neubaus mit dem ehemaligen Rathaus gelingt über die Anordnung des Nebeneinganges für Mitarbeiter vis à vis zum bestehenden Rathaus. Die innere Ordnung der Bürogeschosse ist sehr klar und übersichtlich konzipiert. Durch offene Raumzonen im Flurbereich, Transparenz, Durchblickmöglichkeiten und großzügige Fensteröffnungen werden moderne, freundliche Arbeitsbedingungen sichergestellt.
BESTAND BURGHOF
Das bestehende Rathausgebäude erfährt neben der Neuordnung der Nutzungsstrukturen im Inneren ohne wesentliche bauliche Eingriffe, lediglich im Bereich des von der unteren Denkmalschutzbehörde bevorzugten Anschlussbereiches eine bauliche Intervention. Durch Anordnung eines neuen Eingangsbereiches, der sich dem. die auch die Gebäudeaussteifung sicherstellen. Die Bauwerksgründung ist ebenfalls eine Flachgründung auf elastisch gebetteter Sohlplatte mit umlaufender Frostschürze
Bibliotheksan- und -umbau des Predigerseminars der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers im Kloster Loccum
Nichtoffener Wettbewerb
KONZEPT
Umgang mit dem denkmalgeschützten Ensemble
Das Kloster Loccum fasziniert als älteste und fast vollständig erhaltene Anlage eines Zisterzienserklosters in Deutschland.
Sehr typisch für ein so altes Ensemble ist das „Weiterbauen im Bestand“.An mehreren Gebäudeteilen und in vielen Räumen des Klosters entstanden so im Laufe der Zeit interessante Überlagerungen verschiedener Architekturepochen.
Wesentlicher Grundsatz bei unserer Entwicklung der Konzeption für die Erweiterung des Klosters um die Bibliothek ist es, in dem oben angeführten Sinne, bestehende Geschichte nicht auszulöschen, sondern das Ensemble an den vorhandenen „Fehlstellen“ zu vervollständigen und für die an die neue Bibliothek zu stellenden Anforderungen eine zeitgemäße räumlich- architektonische Antwort zu finden.