1. Preis Nichtoffener Realisierungswettbewerb
STÄDTEBAU
Der Neubau des Schauhausensembles positioniert sich auf dem Wettbewerbsgebiet als kompakter, an die klassische Gewächshaustypologie angelehnter Baukörper mit Firstausrichtung in Ost-Westrichtung.
ORGANISATION
Die einfache Grundrissstruktur der aneinander gereihten Ausstellungsräume mit vor, bzw. zwischengeschaltetem Foyer bietet ein hohes Maß an Flexibilität sowohl für die Ausstellungskompositionen an sich, als auch für die spätere Nutzung und Lenkung der Besucherströme. Die Ausstellungshalle kann mit flexiblen, akustisch wirksamen Wänden über ein Schienensystem in unterschiedlich große Bereiche unterteilt werden, sodass mehrere gleichzeitig stattfindende Veranstaltungen realisierbar sind. Kanaren- und Viktoriahaus erhalten für die jeweilige Klimazone charakteristische Topographien.
KONZEPT
Eine Geländemodellierung aus geschichtetem Vulkangestein mit Pflanzzonen bietet die Möglichkeit auch kleinere Gewächse besucherfreundlich zu präsentieren. Die Orientierung des Gebäudes nach Süd-Westen mit optimierter Lichtausnutzung suggeriert dem Publikum des Berggartens unmittelbar eine subtropische Atmosphäre, welche im Außenbereich als Fortführung des bestehenden Steingartens seine Entsprechung findet.
3.Preis Einladungswettbewerb
Die Eilenriede, der Zoo und die Stadt wird auf diesem Platz zusammengefügt. Ein markanter Eingangsplatz, der neugierig macht, soll entstehen. Die alten Bäume aus der Eilenriede werden durch Grünflächen in Form von abstrahierten Blättern eingefasst. Sie rhythmisieren den Raum, bieten Zugänge, Enge und Weite. Ein hell-dunkel gestreifter Bodenbelag dient als wiedererkennbare Textur und symbolisiert die Stadt.
Die Streifen ziehen die unterschiedlichen Nutzungsanforderungen (z.B. Café, Bushaltestelle) zu einem gemeinsamen Platz zusammen. Leicht erhöhte Podestflächen innerhalb des Platzfläche – ebenfalls in Blattform, bieten Spiel- und Aufenthaltsflächen. Ein wenig haben wir uns bei dem streifigen Belag auch an die weltweit verbreitete „Streifigkeit“ in der Tierwelt inspirieren lassen. Diese oder auch andere Tiere, die einen deutliche schwarzweiß „Grafik“ in ihrer „Oberfläche“ haben, sind auf dem Platz in Form von abstrakten Tierfiguren platziert. Sie sind Aufmerksamkeitszeichen und Spielangebote zugleich. Von weitem spiegelt sich die Umgebung auf der Oberfläche, hell dunkle Lichtbrechungen der Platzfläche. Aus der Nähe spiegelt sich der Betrachter in der Tiergestalt. Das neue Gebäude für den Eingangs- und Shopbereich Erlebnis - Zoo Hannover wird als linearer Baukörper konzipiert, der einerseits als räumlich klare Fassung des neugestalteten Vorplatz im Süden fungiert, andererseits wie ein „Filter“ exakt die Schnittstelle zwischen dem neuen Platz und der besonderen Welt des Erlebnis - Zoo Hannover markiert.
Der langgestreckte Gebäudekörper spannt sich zwischen den beiden eher „fest“ ausgebildeten Polen auf, die auf der einen Seite Shop und Lager, auf der anderen Seite das Back Office mit seinen ergänzenden Funktionen aufnehmen. Im Zentrum des Baukörpers öffnet sich gleich eines eingeschnittenen Passepartouts der großzügig, helle Eingangs- und Counterbereich. Durch die markant gesetzten Schrägschnitte wird eine sehr zeichenhafte, selbstverständliche Führung der Besucherströme vom Vorplatz zum neuen Eingang in den Erlebnis - Zoo Hannover erreicht. Das Eiscafé, als separater Baukörper entwickelt, öffnet sich zum neuen Zooplatz und unterstützt im Zusammenspiel mit dem neuen Eingangsgebäude, den Bestandsbäumen sowie den „Blattinseln“ die Bildung von differenzierten Räumen mit hoher Aufenthaltsqualität.
Ausgangspunkt - Konzept Umgang mit dem denkmalgeschützten Ensemble
Das Kloster Loccum fasziniert als älteste und fast vollständig erhaltene
Anlage eines Zisterzienserklosters in Deutschland.
Sehr typisch für ein so altes Ensemble ist das „Weiterbauen im Bestand“.
An mehreren Gebäudeteilen und in vielen Räumen des Klosters entstanden so
im Laufe der Zeit interessante Überlagerungen verschiedener Architekturepochen.
Wesentlicher Grundsatz bei unserer Entwicklung der Konzeption für die Erweiterung
des Klosters um die Bibliothek ist es, in dem oben angeführten Sinne,
bestehende Geschichte nicht auszulöschen, sondern das Ensemble an den vorhandenen
„Fehlstellen“ zu vervollständigen und für die an die neue Bibliothek zu stellenden
Anforderungen eine zeitgemäße räumlich- architektonische Antwort zu finden.
Leitgedanke
Vergangenheit und Gegenwart in Einklang zu bringen.
Daher der Vorschlag, die Gelegenheit des Wiederaufbaus dazu zu benutzen, der Allgemeinheit - als dem Souverän von heute - den Großen Garten seiner Anlage gemäß in der historischen Achse zu erschließen. Daher auch eine als Option auf die Zukunft gedachte Anregung für diesen so bedeutenden Ort, die Straßenbahn mit einer Haltestelle unter die Erde zu verlegen, um so eine störende Barriere zwischen Ehrenhof und Berggarten abzubauen.
Entwurf
Dem folgt, das Schloß als Zugangsbauwerk für die Allgemeinheit zu öffnen, gleichzeitig den modernen Inhalt so zu darin ordnen, daß gegenseitige Störungen nicht eintreten können. Festsaal, Tagungszentrum und Museum werden daher in selbständig funktionierenden Einheiten zusammengefaßt, um keinen unübersichtlichen Querverkehr aufkommen zu lassen. Da sich die Lage des Festsaals auf der Beletage von selbst versteht und dem Museum mit den Flügeln von vornherein klar definierte Bereiche zugewiesen worden sind, betrifft diese organisatorische Frage im Wesentlichen das Tagungszentrum. Im Sinne einer zeitgemäß leistungsfähigen Einrichtung dieser Art drängt es sich auf, alle Seminarräume dem Hörsaal unter dem Schlosshof zuzuordnen.
Die dadurch erreichte Variabilität der Räume garantiert hohe Anpassungsfähigkeit an die unterschiedlichsten Bedürfnisse der Veranstalter. Zum Beispiel können dem Hörsaal zwei Seminarräume unmittelbar zugeschaltet werden, um ihn über die geforderte Platzzahl hinaus zu vergrößern (hochfahrbares Gestühl). Um auch dort eine lichte, von der Tageshelligkeit bestimmte Atmosphäre zu schaffen, sowie den Bezug zu Garten und Schloß herzustellen, dafür werden die ja heute zur Verfügung stehenden räumlichen und technischen Mittel eingesetzt. Der als Option vorgesehene, unterirdische Museumstrakt fällt sozusagen ab und stellt zusammen mit den beiden Seitenflügeln einen im Ganzen bespielbaren Ausstellungsraum dar. Ein weiterer Vorteil dieser Organisation, der technisch komplizierte wie gestalterisch problematische Dachausbau kann fortfallen. Eine der Hand Laves´ entsprechende, ihm damals vermutlich nicht mögliche Korrektur der Dachneigung ist nun denkbar und wird vorgeschlagen. Außerdem ist das Bauwerk jetzt ein sogenanntes Gebäude geringer Höhe. Erschwerende Anforderungen an Treppen, Fluchtwege, und Türen beispielsweise, die sich mit der Anmutung eines historischen Gebäudes in aller Regel nicht vertragen, fallen dadurch weg.
Zum zentralen Bestandteil des Konzeptes wird das offene Gartenfoyer im Erdgeschoß des Schlosses. Ein halböffentlicher Aufenthalts- und Zugangsraum, von dem aus der Große Garten, der Festsaal, das Tagungszentrum und das Museum direkt zu erreichen sind. Den diese Institutionen umgekehrt auch mit ihren Veranstaltungen beleben. Die bei strikten Funktionstrennungen (s. Vignetten) nach wie vor notwendigen Seiteneingänge sollen neben dem Haupteingang bestehen können. Sie werden deshalb in den Ehrenhof als dem natürlichen Eingangsvorplatz gelegt.
Realisierungswettbewerb 2007
LÖSUNG
Das Grundstück wird angehoben. Es wird zugleich Gebäudedach und Garten Die Parks im Westen gehen nahtlos in die Hängenden Gärten über, das gesamte Grundstück wird zum Park.
Ein Portal verbindet Park und Platz der Türme
Realisierungswettbewerb 2006
Stadtreparatur durch herausarbeiten der besonderen Eigenart des Ortes. Integration in das denkmalgeschützte Altstadtensemble ( Welterbe ), Einbindung in die Altstadtsilhouette, öffentliche Freiräume mit hoher Aufenthaltsqualität, Anknüpfung an das vorhandene Strassennetz, Berücksichtigung vorhandener Blickachsen, Gestaltung des Donauufers unter Beachtung der Vorgaben für den Hochwasserschutz.
Realisierungswettbewerb 2007
Eingebunden und doch eigenständig, weil der Neubau an die Quaderform der Pavillons anknüpft und den Duktus der vor-handenen Baugruppe fortsetzt. Eigenständig, weil er, anders als die fest gefügten, nahezu introvertierten Kuben des vorhandenen Ensembles, weniger traditio-nelles Bauwerk als moderner Ausstellungs-kubus ist:
Ein allseits lichtdurchlässiger Quader mit allen Einrichtungen zur Lichtregelung. In der doppelten Hülle aus mattiertem Glas wird das Licht mit allen technischen Mitteln auf das jeweilige Ausstellungskonzept hin kondi-tioniert. Um einerseits die vorhandene Struktur zu erhalten ist es notendig in den Bestand ein-zugreifen. Das vorhandene Hauptgebäude behält seine Funktion als Zentralgebäude, um den sich alle Ausstellungskuben gruppieren und bleibt auch Eingangsbauwerk. Es wird aber nun zu einem auf die erweiterten Anforde-rungen zugeschnittenen luftigen Foyerge-bäude mit dem Skulpturenhof als geistiger Mitte.Der Entreeplatz gibt ihm ein Gesicht zur Straße. Aus der hinterhofartigen Situation zwischen Galerie und Musikhochschule wird ein Park, der bis hinunter in die Aue-landschaft am Fluß führt. Von Bäumen und Hecken belebte geomet-risch-artifizielle Platzflächen verbinden auch die Hochschule mit Park und Straße.
Anerkennung
Der Neubau der Musikschule Lüdenscheid besetzt ganz selbstverständlich das Eckgrundstück an der Staberger-/ Hochstraße als Solitär und bildet den baulichen Anker zur Altstadt.
Durch seine präzise Situierung innerhalb des Bauplatzes, leicht aus dem Straßenraum herausgedreht, entstehen 3 unterschiedlich geprägte, spannende Platzräume: Entreeplatz - Musikhof - Freitreppe.
Zwischen dem Neubau der Musikschule und dem Geschwister-Scholl-Gymnasium entwickelt sich eine großzügige Stufenanlage, welche die bereits bestehende fußläufige Verbindung zwischen Altstadt, Kulturhaus und Gymnasien auf besondere Weise inszeniert.
Realisierungswettbewerb 2010
Leitgedanke
Einklang mit der Natur.
Städtebau
Der Quader des neuen Kurhauses hat die nötige Masse, das heterogene Gebilde der Solethermen aufzufangen. Trotzdem verschränkt er sich geradezu mit der ihn umgebenden Landschaft.
Er öffnet sich weit, gibt den Blick nach allen Seiten frei. Die doppelte Aufgabe, einerseits den Thermen einen festen Halt zu geben und andererseits die Natur zu reflektieren, spiegelt die Gestalt des Bauwerks mit seinen geometrischen Kanten und den tiefen Aushöhlungen auf typische Art und Weise wider. Ein charakteristisches Bild, das im Gedächtnis haften bleibt. Und von Gewicht im Gefüge der Stadt. Das Bauwerk darf man als einen aus Glas und Stein gefügten Ausdruck von Naturverbundenheit bezeichnen. Die Parkterrasse am Teich, der Gartenhof mit dem Gradierwerk und die Seminarterrassen lassen die Außenwelt tief in das Gebäude eindringen.
Die Grenze zwischen dem Draußen und dem Innen verschwimmt, wird nahezu aufgehoben. Die Folge, das Gebäude lebt mit den Jahreszeiten. Im Sommer von außen nach innen – die Bilder einer im Saft stehenden Natur bestimmen seine Atmosphäre. Im Winter ist es umgekehrt – die Galerie wird zur Orangerie. Die dort blühenden Topfpflanzen gewinnen sogar dem winterlichen Grau des Parks ein Leuchten ab.
Anerkennung
Entwurfsprinzip
Kompakt (Funktionalität) – Durchlässig (Verträglichkeit) – Variabel (Zukunftsfähigkeit)
Städtebau
Depot und Werkstätten gemeinsam mit dem Archiv der Staatsbibliothek als straffer, in den waldähnlichen Bewuchs eingestanzter Komplex Baukörper und Freiflächen als ein thematisch einheitliches Areal – Lichtung im Wald Äußere Erschließung Als innerer Straßenring – sparsam, da Straßenflächen gering. Stadttechnische Erschließung nicht überbaut, nur der Depotflur überquert sie – Leitungen zugänglich, Wahrung des funktionalen Zusammenhangs der Depots.
Enwurf
Sockeldepot, auf dem die Geschoßdepots aufbauen - funktionale Einheit und städtebaulich durchlässige Struktur zugleich.
Freiraumgestaltung
Das Areal als weite Lichtung im Wald, in der erhaltenswerte Kiefern und Eichen freigestellt werden. Deutliche Lichtungskanten durch Verdichten mit Eichen und Kirschen – ein Bild, das man behält. Typische Einfassung der in den Wald eingegliederten Allee zum Hirschgarten aus Linden – grünes Gewölbe. Versickerung des Niederschlagswassers über flache Rasenmulden – in die Freiflächengestaltung integriert. Ausgleichsmaßnahmen für zukünftig in Anspruch genommenen Wald (SW – Ecke letzter Bauabschnitt) werden zur Bildung der südlichen Waldkante vorweggenommen – Waldwerdung
4. Preis Wettbewerb 2004
Erläuterungen
Alle Bauten des früheren Parlaments, insbesondere aber der Eingang des ehemaligen Plenarsaales werden als Partner eingebunden. Dem Eingang bleibt nicht nur der Raum, den er zur Wirkung braucht. Er wird sogar zum Leitmotiv einer beide Komplexe verbindenden Eingangssituation.
Das ausladende Vordach und der vertieft angelegte Hof mit seinem lebhaft glitzern-den Wasserbecken und der einladenden Treppe wachsen zu einem einzigen typischen Bild zusammen. Das den Entwurf bestimmende Motiv ist der zwischen Saal- und Hotelbauwerk ausgespannte artifizielle Garten und seine von oben in das Foyer eindringenden atriumförmigen, berankten und Tageslicht verbreitenden Vertiefungen. Alle Tagungsräume sind natürlich belichtet und im ebenerdigen Verbund mit dem Garten. Eine zur Arbeit anregende und zugleich Erholung bietende Atmosphäre. Bilder bleiben in der Erinnerung haften. Bilder sind es, die einen Ort bezeichnen und Orte miteinander verknüpfen. Die Skulptur aus Gebäude, Eingangsformation und Garten ist ein ungewöhnliches und einprägsames Bild und dürfte daher den Wunsch nach einem Bindeglied zwischen Rhein und Museumsmeile besonders gut erfüllen.
Das hoch aufragende Hotel wird zum weit-hin sichtbaren, Erinnerungen an den Ort auslösenden Zeichen, das auch aus der Ferne beide Pole in Beziehung setzt. Das Hotel verbindet das Kongressfoyer mit der Aussicht auf den Rhein. Das Aussichts-restaurant und die Aussichtskonferenzräume sind vom Kongressfoyer aus zugänglich, sodass auch der Kongressbesucher die großartige Stromlandschaft erleben kann. Alle Zimmer mit Blick auf den mächtigen Strom, die Galerien zu den Zimmern am artifiziellen Garten, das Einbeziehen des hier ganz besonderen Außen also verleiht dem Hotel seinen eigenen Wert. Der Einklang mit dem ehemaligen Plenar-saal, das typische Bild der Raumlandschaft mit dem artifiziellen Garten und die Aussicht auf den Rhein erzeugen ein Ambiente von großer Anziehungskraft – das Lebenselixier für Kongresszentrum und Hotel. Großformatige Verglasungen, um den Garten in den Innenraum zu holen und das Innere wiederum auf den Garten ausstrahlen zu lassen.
Wettbewerb 2003
Konzerthaus mit Schaufassade und Haupteingang am Wasser
Der grüne Außenraum der bestehenden Musikgebäude setzt sich im Freiraum des neuen Konzerthauses fort. Ein neues Zentrum, Verknüpfung zwischen dem Park, dem Hafen und der Stadt
Neuinterpretation des natürlichen Musikparks zu einer artifiziellen Klanglandschaft. Bühnen und Sitzgelegenheiten für kleinere inoffizielle Veranstaltungen, Animation zu neuartigen Darbietungen. Faszination der künstlichen neben der natürlichen Topographie. Foyer als bewegter, schwingender Raum - aufstrebend –vertikal aufgebaut als Gegenpol zu der horizontalen Klanglandschaft. Konzertsäle als Großplastiken zwischen Foyer und Klanglanschaft. Bühne und Parkett des Mehrzwecksaales zum Foyer zu öffnen Drehbare Wandelemente , für veränderbare Akustik, Sichtschutz... etc. Raumbühne für Festivals, besondere Darbietungen Musik, Tanz, Shows, Cabaret, Farcen…Dach des Saals als Freilichtkino gestaltet, Screen/Leinwand als Zeichen zur Stadt gewandt. Aus der Topografie geformte Freiluftarena als drittes Element, Bühnenausrichtung zum Wasser. Verwaltung in Verbindung zu dem bereits bestehenden Bürokomplex ausgelagert.